Unsere Tiere

Auf unserem Elisenhof in Müncheberg/OT Hermersdorf leben zur Zeit 14 Schweine, die aus einem Labor gerettet werden konnten sowie 240 Schafe aus dem ehemaligen Schäfereibetrieb der LEG Hermersdorf direkt gegenüber von unserem Lebenshof, welche wir vor der Schlachtung bewahren konnten. Außerdem konnten wir 4 kleine Kälbchen vor der Schlachtung retten und zu uns auf den Elisenhof holen. Wenn ihr für eines unserer Schützlinge eine Patenschaft übernehmen möchtet, dann klickt bitte hier.

Schweine:

Unsere zauberhafte Schweinebande kam im April 2018 zu uns, nachdem sie über einen herzensguten Kontakt mit Unterstützung von der Tierrechtsgruppe Gießen und Silke Arnold vor dem Tod gerettet wurden. Man hatte zuvor in einem Labor Versuche an ihnen durchgeführt. Nach Beendigung dieser Versuche sollten die zu diesem Zeitpunkt wenige Monate alten – und für die furchtbare Nutztierindustrie nunmehr nutzlosen – Schweine eingeschläfert werden. Dies konnte zum Glück verhindert und die insgesamt 30 Schweine auf verschiedenen Lebenshöfen untergebracht werden.

Als unsere 14 Ferkel bei uns ankamen, wussten wir nicht wirklich was uns erwartet. Wie schlimm waren die Erfahrungen, die sie mit Menschen bereits gemacht hatten? Wie lange würde es dauern, bis sie verstehen, dass ihnen bei uns keinerlei Gefahr droht? Würde es uns gelingen, ihr Vertrauen zu gewinnen, nach alledem was der Mensch ihnen bereits angetan hatte? Wir waren darauf gefasst, dass sie mit ‚Wesen wie uns‘ nichts Gutes verbinden und es daher vermutlich länger dauern würde, sie von unseren guten Absichten zu überzeugen. Doch diese wundervollen, gutmütigen Lebewesen überraschten uns und zeigten uns eindrücklich, was es heißt, durch vorurteilsfreie Augen und mit einem reinen Herzen zu sehen. Denn es dauerte gerade einmal wenige Minuten bis aus den anfangs etwas scheuen und vorsichtigen kleinen Schweinen neugierige und sehr kontaktfreudige kleine Frechdachse wurden, die seither jede Gelegenheit nutzen, um mit uns Körperkontakt aufzunehmen. Ihre lebensfrohe Art hat uns zutiefst beeindruckt und berührt und uns steigen immer noch Tränen in die Augen, wenn wir an diese wundervollen Momente unseres Kennenlernens zurückdenken.

Jetzt möchten sich unsere 14 Schweine gern noch persönlich bei euch vorstellen.

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Franz          2M1A0668a

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 Anton          2M1A0684a

2M1A0692a         Karlo

 Wilfried          

2M1A0717a         Piggeldy

 Herr Lohmann         2M1A0726a

2M1A0739a         Grunzkowski

Friedolin

Friedolin

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Jimmy Jones

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Troublemaker

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Spotty

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Rolf (Tofu)

Schafe:

Unsere Schafe spielen in der Geschichte unseres Lebenshofes eine ganz besondere Rolle, denn sie haben den Anstoß für unser Großprojekt in Hermersdorf gegeben. Ab dem Tag, an dem Elisabeth erfuhr, dass sie für die Schlachtbank vorgesehen waren, lautete die Devise, so viele wie möglich von ihnen zu retten, bevor der Schäfer der LEG Hermersdorf in Rente geht. Und das haben wir getan! Es war ein unglaublich verrücktes und vielleicht auch ein wenig übermütiges Vorhaben, doch wir haben alle Erwartungen übertroffen und konnten beinahe die gesamte Herde retten. Die verlorenen Seelen, die wir leider nicht vor ihrem furchtbaren Schicksal bewahren konnten, werden für immer in unseren Gedanken bleiben und die Flamme der Liebe und des Mitgefühls in unseren Herzen kontinuierlich anfeuern.

Unsere liebenswerte Schafherde ist mittlerweile bereits so groß, dass wir an dieser Stelle leider nicht jedes Schaf einzeln vorstellen können. Nichtsdestotrotz suchen wir natürlich auch für unsere zauberhafte Schafherde Paten, welche sich der lebenslangen Dankbarkeit unserer Schützlinge Gewiss sein können.

Kühe:

Tati (links) und Iana (rechts)

Tatis und Ianas Lebenswege kreuzten sich, als sie im Alter von gerade einmal wenigen Tagen gemeinsam zu einer Kälbersammelstelle transportiert wurden. Sie waren zuvor (wie in der Milchindustrie üblich) von ihren Müttern getrennt und dann jedoch als zu klein und zu schwach beurteilt worden, um selbst in der grausamen Milchindustrie zu verbleiben. Ihr Schicksal schien besiegelt, wertlos für die Nutztierindustrie sollten sie geschlachtet werden (dies ist hauptsächlich für die männlichen Kälber üblich, da diese keine Milch geben können und somit generell ein ‚Abfallprodukt‘ der Milchindustrie darstellen). Doch Tati und Iana hatten Glück – der Transportfahrer selbst kaufte sie frei – und so wurden die beiden samt Patenschaften durch Tatiana v. Rheinbaben über den Kontakt von Peggy Schreiber von der ‚Tierhilfe Hof Samtschnute‘ im Alter von gerade einmal 3 Wochen an uns vermittelt.

Da die Tiere in der furchtbaren Nutztierindustrie leider nur als Produktionseinheiten gesehen werden und für sie daher nie ein wirklich langes und gesundes Leben vorgesehen ist, ist ihre ‚Versorgung‘ entsprechend immer auch nur auf das Nötigste ausgelegt, um sie bis zur Schlachtreife oder dem Tag ihrer körperlichen Ausgezehrtheit zu bringen. Tati und Iana waren dementsprechend extrem abgemagert und geschwächt und mussten einen Tag nach ihrer Ankunft bei uns leider zunächst zur Akutversorgung in die Tierklinik Düppel gebracht werden. Beide litten an Durchfall und Lungenentzündung und so dauerte es 6 Wochen bis wir sie endlich wieder bei uns auf dem Lebenshof begrüßen durften. Iana wird nach Aussagen der Ärztin allerdings immer unser kleines ‚Sorgenkind‘ bleiben und immer eine Extraportion Fürsorge benötigen.

Lana (links) und Lucy (rechts)

Lanas und Lucys Geschichte ist ziemlich ähnlich wie die Geschichte von Tati und Iana, allerdings sind Lana und Lucy Zwillinge. Wie Tati und Iana wurden sie im Alter von wenigen Tagen von ihrer Mutter getrennt und sollten genauso wie ihre Mutter in der Milchindustrie ausgebeutet werden. Doch auch die beiden wurden als für die Milchindustrie zu klein und zu schwach beurteilt und sollten geschlachtet werden.

Wir erfuhren von Lana und Lucy als uns Peggy Schreiber erneut anrief und fragte, ob wir für die beiden einen Transport in ein anderes sicheres Zuhause auf die Beine stellen könnten. Wir sagten selbstverständlich zu und bereiteten alles vor, jedoch wurde die Aufnahme von Lana und Lucy kurzfristig wieder abgesagt. Elisabeth konnte es einfach nicht über’s Herz bringen, sie ihrem Schicksal zu überlassen und so brachte sie die beiden kurzerhand zu uns auf den Lebenshof.

Lucy und Lana haben sich sehr schnell sehr gut bei uns eingelebt und nach der Rückkehr von Tati und Iana aus der Klinik auch schnell mit den beiden Freundschaft geschlossen. Mittlerweile sind sie eine tolle Vierer-Clique und geben sich auch gegenseitig Zuneigung und Nähe.

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Lana und Tati beim Schmusen

In unserer ‚Außenstelle‘ Animal Refuge in Buckow/OT Hasenholz leben zur Zeit 6 Gänse, 3 Hasen, 5 Ponys sowie einige Katzen, die sich natürlich auch alle einmal vorstellen möchten. Wenn ihr für eines unserer Schützlinge eine Patenschaft übernehmen möchtet, dann klickt bitte hier.

Gänse:

Unsere Gänse Auguste, Christina, Erika, Jakob, Johanna, Magdalena 

Kaninchen:

Camilla, Charles und Alfi (v.l.n.r.)

Ponys:

Susi, Tarek, Sarasvati, Tashi und Tara (v.l.n.r.)

Katzen:

Diese 4 Samtpfoten stehen stellvertretend für die etwa 60 Katzen, die derzeit in Hasenholz und den umliegenden Dörfern durch uns versorgt werden. Manche sind zahme Hausbewohner, andere recht scheu. Es gibt Katzenklappen in den Türen von ‚Animal Refuge‘, durch die sich einige der scheuen Katzen nachts hineintrauen, um zu fressen. Im Nebengebäude wurde außerdem ein Katzenhaus mit zwei Freigehegen eingerichtet. Manche Katzen müssen gepflegt werden, weil sie krank sind.

Ziegen:

Unsere Ziegen Soey, Sara, Otto, Lukas, Suna, Susa, Oscar, Osse und Joy leben in einem Nachbarort auf einer Wiese an einem Schloss, daher heißen sie bei uns „die Schlossziegen“.

„Die Größe einer Nation und ihre moralische Reife lassen sich daran bemessen, wie sie ihre Tieren behandeln.“

(Mahatma Gandhi, indischer Volksführer und Staatsmann, 1869 – 1948)