Warum Vegan?

§1 Tierschutzgesetz besagt

„Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leid oder Schäden zufügen.“

Nur traurig, dass der Mensch selbst dieses Gesetz geschrieben und dabei keinerlei Mühen gescheut hat, zu seinem eigenen fragwürdigen Nutzen festzulegen, was man unter „vernünftiger Grund“ überhaupt verstehen darf. Deshalb sind im TierSchG an diversen Stellen irgendwelche „Wenn dies, dann doch“-Ausnahmen formuliert – jedoch ganz sicher nicht im Sinne unschuldiger, empfindungsfähiger Lebewesen. Und so fristen die sogenannten Nutztiere ein klägliches Dasein ohne jeglichen Schutz und ohne die Möglichkeit, ein artgerechtes Leben zu führen. Die Menschen haben es sich so zurecht gelegt, dass es erlaubt ist, Tiere auszubeuten, zu quälen und ohne die wichtigsten Grundbedürfnisse wie Bewegung und Sonne allein für unseren Genuss zu züchten. Dabei wird im Namen der Fleisch- und Milchindustrie unser aller Planet Erde systematisch zerstört und für kommende Generationen unbrauchbar gemacht. Für unser Tierfutter wird der Regenwald gerodet. Der CO2-Ausstoß der Tierindustrie liegt bei 40 % und ist so hoch wie der gesamte Verkehrsausstoß zusammen genommen. Und anstatt Getreide für die wachsende und vielerorts hungernde Bevölkerung anzubauen, verfüttern wir mittlerweile 80% der Ernte an Tiere, die auf unseren Tellern landen. Die Folgen für die eigene Gesundheit sind ebenfalls gravierend.

Die zauberhafte Juli Kröger hat zusammen mit Benjamin Mangelsdorf und Timo Stammberger ihr Gedicht ‚Muttersprache‘ und damit die Bedeutung des Veganismus für unser aller Zukunft eindrucksvoll in Szene gesetzt.

„…Until every cage is empty. Until every animal is free.“

 

Neben der Arbeit mit und für die Tiere auf unseren Höfen liegt uns daher besonders auch die Aufklärungsarbeit am Herzen. Wir alle wachsen in einer Gesellschaft auf, die widersprüchlicher mit Tieren kaum umgehen könnte. Die einen verwöhnen wir ins Unermessliche und die anderen behandeln wir als wären ihre Leben nichts wert – während wir uns dabei dennoch immer wieder selbst als ‚Tierfreude‘ bezeichnen. Wir möchten den Menschen diese kognitive Dissonanz vor Augen führen. Wir möchten das Mitgefühl wieder erwecken, welches wir in unserer Kindheit noch so stark gegenüber allen Tieren verspürt haben. Wir möchten über die vielen Vorteile einer veganen Lebensweise aufklären und zeigen, dass sie in keiner Weise einen Verzicht sondern im Gegenteil einen großen Gewinn für jeden einzelnen und auch uns alle als Gesellschaft bedeutet – für ein friedliches Miteinander, für unsere Gesundheit, für mehr soziale Gerechtigkeit und auch für den Planeten auf dem wir leben.

Nachfolgend findet ihr eine Auflistung von Filmen, Youtube-Kanälen, Homepages und Büchern, die wir euch zu diesem Thema gern weiterführend ans Herz legen möchten.

Filme:

Dominion

Land of Hope and Glory

The End of Meat

Earthlings

Cowspiracy (deutsche Version bei Netflix)

Seaspiracy

Blackfish (Netflix)

Live and let live (Netflix)

Forks over Knives (Netflix)

Die Bucht (Netflix)

What the Health (Netflix)

 

Youtube-Kanäle:

James Aspey

Vegan ist ungesund

Joshua Entis

Vegan round the World

Earthling Ed

Seb Alex

Stichwortsuche ‚Dr. Melanie Joy‘, ‚Carnism‘, ‚Karnismus‘

 

Homepages:

Vebu Deutschland

Vegan EU

Albert Schweitzer Stiftung

Animal Equality

Deutsches Tierschutzbüro

Peta 2

Ärzte gegen Tierversuche

Vegetarian Society of Haway

Joshua Entis

Patrick Baboumian

 

Bücher: 

  • Marsili Cronberg: Wie ich verlernte, Tiere zu essen, Echo Verlag
  • Richard David Precht: Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen, Goldmann
  • Karen Duve: Anständig essen. Ein Selbstversuch. Galiani
  • Hilal Sezgin: Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen. C.H. Beck
  • Melanie Joy: Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen : Karnismus – eine Einführung, übersetzt von Achim Stammberger. Compassion Media
  • Jonathan Safran Foer: Tiere essen. Kiepenheuer & Witsch
  • S. Taylor: Beasts of Burden: Disability Studies and Animal Rights. In: Qui Parle: Critical Humanities and Social Sciences. 19, Nr. 2, 2011, S. 191–222.
  • The Sexual Politics of Meat: A Feminist-Vegetarian Critical Theory. Continuum, 1990.
  • Zum Verzehr bestimmt: Eine feministisch-vegetarische Theorie, Guthmann-Peterson (September 2002)

 

 

 

„Hab Achtung vor jedwedem Leben, das dir in deine Hand gegeben! Und mag es noch so bescheiden sein! Das größte Geheimnis schließt es doch ein! Das schwächste Tierlein, die kleinste Pflanze deutet aufs wunderbare Ganze!“

(Johannes Trojan)